„Wenn Tiere gefährdet sein könnten, darf man nicht einfach wegschauen!“
Die derzeit laufenden Renaturierungsarbeiten an der Krems und am Sulzbach sorgen bei der FPÖ Kematen für offene Fragen. Insbesondere die teilweise sehr steil ausgeführte Uferböschung gibt Anlass zur Sorge. Aus Sicht der Freiheitlichen besteht die Möglichkeit, dass dadurch für Wildtiere – insbesondere Rehe – eine Gefahrenstelle entstanden ist.
Gerade bei einem Renaturierungsprojekt, dessen Ziel die ökologische Aufwertung und die Schaffung neuer Lebensräume ist, müsse sichergestellt sein, dass durch die konkrete Bauausführung keine zusätzlichen Gefahren für die heimische Tierwelt entstehen.
FPÖ Kematen fordert Kontrolle der Renaturierung am Sulzbach – ÖVP, Teile der Bürgerliste PRO und SPÖ verweigern Dringlichkeit
Die FPÖ-Gemeinderatsfraktion brachte deshalb einen Dringlichkeitsantrag in der Gemeinderatssitzung am 29. September ein. Darin wurde eine fachliche Überprüfung der Uferböschung, eine Klärung der Verantwortlichkeiten bei Planung und Bauaufsicht sowie eine Information des Gemeinderates über die Ergebnisse gefordert. Doch ÖVP, Teile der Bürgerliste PRO und die SPÖ erkannten dem Antrag die Dringlichkeit nicht zu.
FPÖ wird selbst Naturschutzbehörde einschalten
Nachdem dem FPÖ-Antrag im Gemeinderat die Dringlichkeit nicht zuerkannt wurde, wollen die Freiheitlichen nun selbst aktiv werden. „Wir werden uns mit den zuständigen Stellen des Landes Oberösterreich im Bereich Naturschutz in Verbindung setzen und eine fachliche Prüfung der Situation anregen bzw. beantragen. Wir wollen eine unabhängige fachliche Einschätzung, ob die derzeitige Ausführung aus naturschutzfachlicher Sicht problematisch ist und ob für Wildtiere eine Gefährdung besteht“, kündigt Deutinger an.
Für LAbg. Franz Graf ist klar: „Wir werden hier nicht einfach wegschauen. Wenn eine mögliche Gefahrenstelle besteht, muss sie geprüft werden – und zwar jetzt, solange die Bauarbeiten noch laufen. Nur so besteht überhaupt die Möglichkeit, bei Bedarf rechtzeitig nachzubessern.“
„Renaturierung muss der Natur zugutekommen. Wenn sich bei der Ausführung zeigt, dass für Wildtiere neue Gefahren entstehen könnten, muss man hinschauen und handeln. Genau das werden wir tun.“, so Deutinger und Graf abschließend.
Konkret will die FPÖ geklärt wissen:
· Entspricht die derzeitige Uferböschung den genehmigten Planungen?
· Wer ist für die laufende Bauaufsicht verantwortlich?
· Welche Kontrollen wurden bisher durchgeführt?
· Wurde die konkrete Ausführung auch aus naturschutzfachlicher Sicht überprüft?
· Entsteht durch die Ausführung tatsächlich eine Gefahr für Wildtiere?





















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